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ERICH HAIDER : POST AG

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ERICH HAIDER : POST AG

Erich Haider: Post AG - Finanzminister und Management  für Hedgefonds statt für MitarbeiterInnen

Erich Haider (c) PICTURENEWS.AT

Geplante Auslagerung der Zustellung soll lediglich Dividende und Börsenkurs steigern, Interessen der MitarbeiterInnen und der Menschen in den Regionen werden ignoriert

Die nun bekannt gewordenen Pläne des Postmanagements, die Postzustellung teilweise an Fremdunternehmen auszulagern, stoßen in Oberösterreich auf heftigen Widerstand der SPÖ.
"Wir werden in Oberösterreich gemeinsam mit den Menschen in den Regionen, der Postgewerkschaft und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Post weiter vehement gegen den Kahlschlag bei den Postämtern und die Auslagerung der Zustellung kämpfen. Denn die gesetzlichen Richtlinien sind völlig klar: die Postdienste sind in Österreich und in Europa nach den Bedürfnissen der Nutzer in Form eines flächendeckenden Unversaldienstes zu organisieren. Die Schließung der Ämter und die Qualitätsverschlechterungen bei der Zustellung gehen ganz klar gegen die Bedürfnisse der Nutzer. Was das Postmanagement unter Billigung des zuständigen Eigentümervertreters Finanzminister Pröll jetzt tut, dient ausschließlich den Gewinninteressen der Aktionäre. Der Finanzminister hat daher die Pflicht, diese Maßnahmen zu stoppen", steht für Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ, fest.

Ein besonderer Skandal ist die Tatsache, wie der Finanzminister es zulässt, dass das Postmanagement die eigenen MitarbeiterInnen hinunter macht, die Erstellung eines eigenen Kollektivvertrags für den Zustellbereich verhindert und mit der Auslagerung Lohndumping im Postsektor fördert, ergänzt Haider.
"In der Finanzkrise ist es ein besonderer Hohn für die Betroffenen, dass das Postmanagement ausschließlich die Interessen der Aktionäre im Auge hat. Dabei muss man wissen, dass nach der ÖIAG beispielsweise zwei amerikanische Hedgefonds jeweils mehr als 5 % der Anteile an der Post AG halten. Es kann nicht sein, dass Anteilseigner aus Amerika wie der Hedgefond Greenlight Capital Group oder die Capital Research and Management Company zur Steigerung ihrer Erträge den Kurs vorgeben wollen", betont Haider.

Finanzminister Pröll kann sich als Eigentümervertreter nun nicht einfach zurücklehnen und sich aus der Verantwortung stehlen.
"Der Finanzminister lässt es mit seiner Untätigkeit zu, dass in Sachen Post gegen die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher gehandelt wird. Dieses mehrheitlich im Staatseigentum stehende Unternehmen wird nun schrittweise ausgehöhlt, die Postzustellung für die Menschen und die Arbeitsbedingungen für alle in Postdiensteten beschäftigten Menschen samt ihrer Entlohnung systematisch verschlechtert und die Postämter in den Regionen zugesperrt. Daher hat die Postgewerkschaft unsere volle Unterstützung bei der Abwehr dieses Kahlschlages", macht Erich Haider deutlich

2009-05-15 23:25 von picturenewsat
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