Christian Horner und Roland Schwandner neue Landesgeschäftsführer - Überwältigende Mehrheit für Josef Ackerl
Mit der überwältigenden Mehrheit von 94 Prozent (47 Ja-, 2 Nein-Stimmen und eine Stimmenthaltung) wurde Josef Ackerl heute in geheimer Abstimmung vom Landesparteivorstand zum geschäftsführenden Landesparteivorsitzenden der SPÖ Oberösterreich gewählt.
In der Sitzung des Parteivorstands hatte es vorher einen bewegenden Abschied von Erich Haider gegeben. Josef Ackerl würdigte ihn als kämpferischen Sozialdemokraten, dem die SPÖ Oberösterreich verdanke, dass sie gemeinsam mit den Gewerkschaften und den befreundeten Organisationen Kampagnenfähigkeit erreicht habe, die ihresgleichen sucht.
Die notwendigen personellen Entscheidungen wurden im Parteivorstand durchwegs einstimmig getroffen: Dem Regierungsteam der SPÖ OÖ werden künftig Josef Ackerl als LH-Stv. und Hermann Kepplinger als Landesrat, Karl Frais als Klubobmann und Gerda Weichsler-Hauer als 2. Landtagspräsidentin angehören.
Als neue Landesgeschäftsführer treten Christian Horner, der bisherige Büroleiter von Erich Haider und Roland Schwandner, der bisherige Landesgeschäftsführer der Kinderfreunde und Organisationsleiter des Landtagswahlkampfs, an.

Landesgeschäftsführer Mag. Christian Denkmaier legt mit Ende dieses Monats seine Funktion zurück und kehrt in die Kulturverwaltung der Stadt Linz zurück. „Ich unterstütze Joschi Ackerl persönlich und politisch mit vollen Kräften und bin froh, dass er die Parteiführung in dieser äußerst schwierigen Phase übernommen hat“, erklärt Denkmaier. „Zum einen empfinde ich bereits `Entzugserscheinungen` in Sachen Kultur; zum anderen bedeutet die 66%ige Zustimmung bei der Bürgermeister-Direktwahl in Neumarkt i.M. zusätzliche kommunale Verantwortung. Und last but not least will ich auch entsprechende Verantwortung für meinen gerade drei Wochen alten Sprössling namens Jakob wahrnehmen“, erläutert er seine Beweggründe.
Vergeben wurden heute auch die Landtagsmandate: Das SPÖ-Team bestehrt künftig aus sechs Frauen und acht Männern. Über die Landesliste ziehen Christian Makor für das Innviertel, Jugendkandidatin Petra Müllner für das Hausruckviertel und Gerti Jahn für das Mühlviertel in den Landtag ein, die das Landeslistenmandat annimmt.
Die Direktmandate im Wahlkreis Linz gehen damit an Julia Röper-Kelmayr, Gisela Peutlberger-Naderer und Karl Frais, im Wahlkreis Innviertel an Erich Rippl, im Wahlkreis Hausruckviertel an Roswitha Bauer, Helmut Kapeller und Erich Pilsner, im Wahlkreis Traunviertel an Gerda Weichsler-Hauer und Arnold Schenner, und im Mühlviertel an Josef Eidenberger und Hans Affenzeller.
Die Bundesratsmandate gehen an Werner Stadler (Schärding), Johann Kraml (Rohrbach) und Ewald Lindinger (Kirchdorf).
Ackerl kündigte an, dass in die Neuaufstellung im Parteibereich alle Generationen eingebunden würden und dass speziell jüngere Frauen und Männer verstärkt in Verantwortungsfunktionen aufsteigen sollen. „Wir wollen, dass die Menschen, die sich bei uns engagieren, echte Perspektiven vorfinden“, so die Ansage des neuen Parteivorsitzenden, der möglichst rasch eine Entscheidungsfindung über einen Termin eines außerordentlichen Landesparteitags will.
Kommentare
wer glaubt das es jetzt mit der spö besser wird ist auch selber schuld. möglicherweise hat halt die blaue partei einiges klarer erkannt als wie die sozen. sollten mal darüber nachdenken und auch über das ausgrenzen. und die sogenannte wirtschaftsorientierte partei hat es geschickt verstanden den arbeitnehmern ein ausgesprochen arbeitnehmerfreundliches image aufs wähleraug zu drücken und auch damit zu punkten.