KEIN URLAUB FÜR EINBRECHER – SCHAUPLATZ EINBRUCHSICHERUNG

Am 26. Mai 2010, von 17-20 Uhr in der ÖAMTC-Landesclubzentrale.
Gerade im Sommer ist die Gefahr Opfer eines Einbruchs zu werden, besonders hoch. Was kann man tun, um beruhigt seinen Urlaub genießen zu können? Zu diesem Thema veranstalten der ÖAMTC-Oberösterreich in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) und der Kriminalprävention der Linzer Polizei den Schauplatz Einbruchsicherung am Mittwoch, den 26. Mai, von 17-20 Uhr.
Dort bekommt man alle Informationen rund um das Thema Einbruchsicherung – wie man sich davor schützt und was man tut, wenn Diebe zugeschlagen haben. Eintritt frei.
KfV - Urlaubsheimkehr ohne böse Überraschungen
Die wenigsten Oberösterreicher machen sich vor der Urlaubsfahrt Gedanken über den Schutz des zurückgelassenen Hauses oder der Wohnung.
2009 wurde allein in Oberösterreich in 529 Wohnungen und 651 Häuser eingebrochen. In Linz ereigneten sich im Vorjahr 281 Wohnungseinbrüche und 81 Einbruchsdelikte in Einfamilienhäuser.
Die Aufklärungsquote liegt im Durchschnitt in beiden Bereichen bei rund sieben Prozent.
Das Haus trotz Urlaub beleben
Das Einbruchsrisiko für die zurückgelassene Wohnung bzw. das Haus kann wirksam reduziert werden. Laut einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) meiden Einbrecher den Kontakt zu den Bewohnern, weshalb die scheinbare Anwesenheit als Präventionsmaßnahme sehr effektiv ist. "Verwandte oder Nachbarn können gebeten
werden, während der Abwesenheit den Briefkasten auszuleeren und die Augen offen zu halten", empfiehlt Mag. Alexandra Meindl, Leiterin der Landesstelle Oberösterreich im KfV.
"Mit Zeitschaltuhren lassen sich Lampen, aber auch Radios ein- und ausschalten. Auf dem Anrufbeantworter sollte keinesfalls ein Hinweis auf den Urlaub gegeben werden", so Meindl weiter.
Nachbarschaftshilfe
Darüber hinaus ist die Aufmerksamkeit von Nachbarn ein Aspekt, der Einbrecher von ihrer
Tat abschrecken kann. Nachbarschaftliche Unterstützung und somit die (Wieder)Belebung
und Intensivierung von sozialen Kontakten im Wohnumfeld sind demnach von besonderer
Bedeutung.
Weitere hilfreiche Tipps:
· Vergewissern Sie sich vor der Abreise, dass alle Türen und Fenster gut verriegelt sind und mechanische und elektrische Sicherheitseinrichtungen funktionieren.
· Verstecken Sie den Wohnungsschlüssel keinesfalls in altbekannten Verstecken wie unter Fußmatten oder in Blumentöpfen.
· Lassen Sie Wertgegenstände nicht offen in der Wohnung liegen, sondern sperren Sie sie in einen Tresor oder in ein Bankschließfach.
· Versperren Sie Leitern, Gartenmöbel und sonstige Gegenstände, die potentielle Einbrecher als Einstiegshilfen verwenden könnten.
· Gewährleisten Sie freie Sicht auf Fenster und Türen von der Straße bzw. von Nachbargrundstücken aus. Hohe durchgehende Hecken bieten Einbrechern optimalen Sichtschutz und damit beste Arbeitsbedingungen.
· Legen Sie eine Liste mit Wertgegenständen (inkl. eventueller Identifizierungsnummern und Fotos) an, denn wer weiß was er besitzt kann im Schadensfall Polizei und Versicherung besser informieren.
· Hinterlegen Sie Ihre Urlaubsadresse bei einer Vertrauensperson, damit Sie im Notfall erreichbar sind.
Technische Sicherung
Einbrecher nutzen alle Öffnungen, die ins Innere von Wohnungen und Häusern führen. In erster Linie nutzen sie ungenügend gesicherte Türen und Fenster. Einfamilienhäuser bieten weitere Einstiegsmöglichkeiten wie Kellerfenster, Lichtschächte, Balkon- und Terrassentüren und angeschlossene Nebenräume wie Garagen.
Um die Schwachstellen zu sichern, eignen sich einerseits einbruchhemmende Türen und Fenster bzw. Gitter und Abhubsicherungen bei Kellerfenstern. Wer nicht umbauen möchte, kann auch über die nachträgliche fachgerechte Montage von Ergänzungen einen sehr guten Einbruchschutz erreichen.
So sind für Fenster und Balkon- /Terrassentüren einbruchhemmende Tür- und Fensterbeschläge, absperrbare Griffe und durchwurfhemmende Folien erhältlich. Eingangstüren lassen sich mit einer Mehrfachverriegelung nachrüsten oder mit einem Balken- oder Kastenschloss nachträglich sichern.
Nur in Kombination mit mechanischen Sicherungen empfiehlt sich eine Alarmanlage, die jedoch fachgerecht geplant und von Experten installiert werden muss. Empfohlen werden Anbieter, die Mitglied im Verband der Sicherheitsunternehmen Österreichs sind. (Liste von Unternehmen unter www.vsoe.at abrufbar)
Die Kriminalpolizeiliche Beratung (www.bmi.gv.at/praevention) führt kostenlose Beratungen zum Thema Einbruchsicherung durch.
Zwtl.: Förderungen
Das Land OÖ fördert den Einbau einer Alarmanlage in Form eines Direktzuschusses in der Höhe von 30% (maximal 1.000,- Euro) der anerkannten Brutto-Investitionskosten. Der nachträgliche Einbau von Wohnungstüren in mehrgeschossigen Bauten wird vom Land mit 200,- Euro unterstützt.
Kriminalprävention der Linzer Polizei - gezielte Beratung und Aufklärung
Die Polizei unternimmt Jahr für Jahr große Anstrengungen, Einbrüche und Diebstähle zu verhindern. "Unser Ziel ist aber nicht nur die Täter zu fassen, sondern überhaupt diese Straftaten abzuwenden. Eine wichtige Rolle dabei spielt unter anderem die Aufklärung der Bevölkerung, wie man sich vor einem Einbruch bzw. Diebstahl etc. schützen kann.
Die Kriminalprävention beim Stadtpolizeikommando Linz erteilt wichtige Informationen darüber. Entweder erfolgt dies durch eine Beratung vor Ort bzw. an unserer Dienststelle oder bei diversen Veranstaltungen", erklärt Chefinspektor Manfred Hirnschrodt von der Kriminalprävention der Linzer Polizei.
Ziel ist dabei die Bevölkerung hinsichtlich der Arbeitsweisen von Einbrechern und Dieben zu sensibilisieren und die notwendigen mechanischen bzw. elektronischen Sicherungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Jeder kann zur
Verhinderung von Straftaten etwas beitragen.
Besonders ausgebildete Polizeibeamte beraten aber nicht nur in Hinblick auf die Verhinderung von Straftaten, sondern unterstützen die Opfer oft auch durch eine gezielte Gesprächsführung um Ängste und Unsicherheiten aufzulösen.
ÖAMTC – es den Autodieben möglichst schwer machen
"Kriminelle haben nicht viel Zeit. Wer es den Dieben also möglichst schwer macht, hat die besten Chancen, ungeschoren davonzukommen", weiß Josef Thurnhofer, Direktor ÖAMTC-Oberösterreich. Grundregel Nummer eins ist daher: das Auto absperren.
Auch wenn man nur schnell die Tankrechnung bezahlen geht - das Auto muss zugesperrt werden. Wer seinen Wagen mit Funkfernbedienung abschließt, sollte sich vergewissern, dass es auch wirklich zu ist. "Wenn zur gleichen Zeit ein anderes, stärkeres Funkgerät sendet, kann es passieren, dass das Signal von der eigenen Funkfernbedienung nicht
beim Auto ankommt. Das Auto bleibt dann offen", erklärt Thurnhofer. Diebe können sich das zunutze machen und absichtlich "dazwischenfunken" - allerdings nur, wenn der Fahrzeugbesitzer mitspielt. Denn wer überprüft, ob sein Auto abgeschlossen ist, trickst die Funkstörer aus.
Eine weitere einfache Methode, um sich fremde Autos anzueignen, funktioniert auf größeren Parkplätzen bei Shopping Centern oder bei Raststätten sehr gut - der Schlüsseldiebstahl. Hat ein Dieb einmal den Schlüssel, braucht er nur mit der Fernbedienung den Parkplatz nach dem passenden Auto abzusuchen - und weg ist das Fahrzeug. Es empfiehlt sich daher, den Autoschlüssel sicher zu verwahren. Nützlich ist außerdem jede Art von mechanischer oder elektronischer Wegfahrsperre. Sperrstöcke, die das Lenkrad fixieren, sind schwer zu knacken. Dieselbe Wirkung erzielen Schlösser an Schalthebel oder Handbremse. Elektronische Wegfahrsperren unterbrechen Benzinpumpe, Zündung und Zündspule. Teure Autos sollte man mit einer hochwertigen Alarmanlage ausrüsten und mit einer Wegfahrsperre kombinieren. Für Motorräder ist ein Bremsscheibenschloss der beste Schutz vor Langfingern.
Das Auto ist kein Tresor
Oft ist aber gar nicht das ganze Auto Ziel von Dieben, sondern darin aufbewahrte Gegenstände. Nur wenige Minuten reichen Einbruchs-Profis, um Wertgegenstände aus einem Fahrzeug zu entwenden. Hier die wichtigsten ÖAMTC-Tipps, um potenzielle Gauner erst gar nicht in Versuchung zu führen:
* Fenster und Klappdächer sind genau wie das Verdeck beim Cabrio immer zu verschließen. Fahrräder sollten gesichert werden. Moderne Fahrradträger - egal ob als Anhänger oder am Dach - können abgesperrt werden.
* Wertgegenstände wie Navigationsgerät, Handy, Laptop oder Handtasche nicht sichtbar im Auto liegen lassen. Ausweise, Geld, Kreditkarten oder Fahrzeugpapiere sollte man immer bei sich tragen. "Denn sind Auto und Papiere weg, dann wird bereits eine Anzeige im Ausland extrem mühsam", gibt der Direktor des ÖAMTC-Oberösterreich zu bedenken.
* Fahrzeug in Sichtweite abstellen. "Auf längeren Urlaubsfahrten ist das Auto meist vollgepackt - und Diebe sehen das. In diesem Fall sollte man das Fahrzeug möglichst nicht aus den Augen lassen. Auch bei der Pause in der Raststätte ist es ratsam, den Sitzplatz so zu wählen, dass man beobachten kann, ob sich jemand Fremder am
Fahrzeug zu schaffen macht", empfiehlt Thurnhofer. Besonders bei Motorrädern sind die Koffer für Profis oft eine leichte Beute.
Wird man trotz aller Vorsicht Opfer von Dieben, heißt es unverzüglich Anzeige erstatten.
Hilfreich ist dabei, wenn man vor einer Urlaubsreise eine Übersicht mit Fotos über mitgenommene Wertgegenstände und Dokumente anfertigt (z.B. Kamera-Marke, Ausweisnummern). Empfehlenswert ist auch das Mitführen von Telefonnummern zum Sperren von Kredit- und Bankomatkarten sowie Handy. "Wer außerdem vor der Reise
seinen Versicherungsschutz überprüft, ist im Ernstfall vor weiteren bösen Überraschungen gefeit und weiß, was z.B. die Kaskoversicherung bei Fahrzeugeinbrüchen deckt", betont Thurnhofer. Auch kann man für die Zeit des Urlaubs eine Reise-Vollkasko-Versicherung (auch für Motorräder) abschließen.
Näheres unter www.oeamtc.at/versicherung.
Zwtl.: Auf Nummer sicher mit Satalarm und Fahrzeugortung Am Schauplatz Einbruchsicherung wird den Besuchern vor Ort demonstriert, wie schnell man ein Auto "knacken" kann und welche Maßnahmen das verhindern. Experten von KfV und der Kriminalprävention der Linzer Polizei erklären zudem anhand von interessantem Anschauungsmaterial, wie man zuverlässig sein Eigenheim schützt und Einbrechern somit keine Chance gibt. Mit dabei sind außerdem Experten der Firma Dolphin Technologies.
Denn die zuverlässigsten Sicherheitssysteme für Autos sind nach wie vor jene, die eine Wiederauffindung des Fahrzeugs dank Satellitenortung ermöglichen, so z.B. der ÖAMTCDolphin-Satalarm, der inklusive Crashsensor und Notfallknopf fix ins Fahrzeug eingebaut wird. In beiden Fällen kann die ÖAMTC-Einsatzzentrale das gestohlene Fahrzeug punktgenau orten und die Exekutive europaweit auf die Fährte der Diebe führen.
Über 90 Prozent der gestohlenen Fahrzeuge, die mit einem dieser Systeme ausgestattet waren,
Infos zum Dolphin-ÖAMTC-SatAlarm gibt es unter www.oeamtc.at/telematik.
Pilotprojekt ÖAMTC Carfinder - das Satelliten-Ortungssystem bei Fahrzeug- Diebstahl
Der ÖAMTC Carfinder ist ideal, um ihn sich z.B. für Urlaubsfahrten auszuborgen und im
Fahrzeug zu verstecken, ohne das kleine, handliche Gerät einbauen zu müssen. Wird das
Auto dann entwendet, aktiviert die ÖAMTC-Einsatzzentrale das Gerät und via
Satellitenortung kann das Fahrzeug wieder aufgespürt und verfolgt werden. Ab 1.Juni
2010 gibt es in Oberösterreich an den Stützpunkten Linz, Wels, Steyr, Ried und
Vöcklabruck den ÖAMTC Carfinder insgesamt 40 Stück zum Entleihen. Für das Gerät ist
keine Kaution zu hinterlegen. Die Mindestmietdauer beträgt 7 Tage.
Preis (exklusiv für Mitglieder) 2,90 Euro pro Tag (20,30 Euro für eine Woche)
Jeder weitere Tag 2,90 Euro
Bei längerer Mietdauer: Bei über 21 Tagen jeweils 10% Rabatt auf die gesamte Mietdauer.
Schauplatz Einbruchsicherung – vorbei kommen lohnt sich
Beim Schauplatz Einbruchsicherung bleibt keine Frage offen. Verschiedenste
Demonstrationen vor Ort zeigen und zahlreiche Experten beraten, wie man sein Heim und
auch sein Fahrzeug vor den Langfingern schützt. Außerdem wird die Initiative B7
Fahrradcodierungen kostenlos durchführen (Lichtbildausweis erforderlich), Beratung zum
Thema Fahrraddiebstahlsicherung inklusive.
Schauplatz Einbruchsicherung
am Mittwoch, den 26. Mai 2010, von 17-20 Uhr in der ÖAMTC Landesclubzentrale 60,
4021 Linz. Eintritt frei.
Schauplatz-Reihe
"Der Erfolg des 'Schauplatz Mobilität' hat uns veranlasst, das Konzept weiter zu
entwickeln, auf andere Themen umzulegen und jeweils an einem Tag ein vielschichtiges
Informationsangebot zu bieten. Wir wollen dies bei den kommenden Veranstaltungen
einerseits mit Messecharakter und andererseits mit Vortrag und Diskussion realisieren",
betont der Direktor des ÖAMTC Oberösterreich. Der erste Schauplatz dieser Serie, der im
April dieses Jahres stattfand, "Schauplatz Mobil mit 50+" erfreute sich zahlreicher
Besucher, die sich vom Programm begeistert zeigten. Ganz nach dem Motto "Experten
zum Anfassen" holt der ÖAMTC Oberösterreich auch immer wieder externe Profis ins
Haus, um ein umfassendes Programm bieten zu können.
Der nächste Schauplatz "Verkehrssicherheit für Familien" findet am Sonntag, den 20.Juni
von 10 bis 17 Uhr im Fahrtechnikzentrum Marchtrenk statt. Für Kinder und Erwachsene
wird ein interessantes Programm rund um das Thema Verkehrssicherheit geboten. Der
Eintritt ist so wie bei den vergangenen Schauplätzen frei.
Mehr Infos unter www.oeamtc.at/oberoesterreich
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