Tödlicher Sturz in Jauchegrube
Ein 27-jähriger Facharbeiter hat am 14. August abends in Eberschwang eine Jugendveranstaltung auf einem Bauernhof besucht, wo er zuletzt nach Mitternacht um 02.30 Uhr bei der Bushaltestelle gesehen wurde. Nachdem er auch am nächsten Morgen noch nicht zu Hause war, wurde eine Suchaktion eingeleitet, die zunächst erfolglos verlief. Aufgrund eines Hinweises, der Abgängige könnte in eine ungesicherte Jauchegrube in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsortes gestürzt sein, wurde durch Beamte der PI Eberschwang die Entleerung der Jauchegrube veranlasst. Der Abgängige wurde letztlich gestern um 19.15 Uhr in der entleerten Grube gefunden und konnte nur mehr tot geborgen werden.
Die polizeilichen Ermittlungen durch die PI Eberschwang haben folgendes Ergebnis erbracht:
Der 27-jährige besuchte die Jugendveranstaltung und wollte am 15. 10. 2010 gegen 02.30 Uhr nach Hause fahren. Nachdem der Heimbringerbus zu diesem Zeitpunkt schon voll besetzt war, wurde er ersucht, auf den nächsten zu warten.
Offensichtlich war ihm die Wartezeit zu lange und er entschloss sich, zu Fuß zu gehen. Der 27-jährige nahm dabei eine Abkürzung hinter dem Bauernhof, wo er verschiedene Hölzer bzw. Hindernisse überwinden musste und sich auch die ungesicherte Pumpöffnung der Jauchegrube befand. Der Abgängige ist ohne Fremdeinwirkung in diese Öffnung gestürzt und dabei ertrunken.
Nach den bisherigen polizeilichen Erhebungen wird ein Fremdverschulden beim Sturzgeschehen ausgeschlossen. Bezüglich der Absicherung der Pumpöffnung werden noch Ermittlungen geführt.
Die Staatsanwaltschaft Ried in Innkreis hat die Leiche des Verunglückten zur Beerdigung freigegeben.
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