Beamte des LKA verhaften ungarische Serieneinbrecher
Ein aus Ungarn stammendes Täterduo, 33 und 34 Jahre alt, verübte von August 2008 bis Jänner 2009 in Tirol und Oberösterreich zahlreiche Geschäftseinbrüche und verursachte einen Schaden in der Höhe von 450.000,- Euro!
Am 22.01.2009 fiel den Beamten der Diebstahlsgruppe des Landeskriminalamtes Oberösterreich in Vöcklabruck ein in Ungarn zugelassener PKW mit zwei Insassen, welche sich betont unauffällig in der Nähe eines Schmuckgeschäftes bewegten, auf. In dieses Geschäft war im Oktober des Vorjahres bereits eingebrochen worden, weshalb die Beamten bei ihrem Außendienst ganz besonders auf diesen Umstand achteten.
Dass die Beamten auf der richtigen Spur waren, die richtigen Konsequenzen aus dem Verhalten der vordergründig unauffälligen Touristen zogen und diese unter Beobachtung stellten, bewiesen die nachfolgenden Ereignisse.
Die beiden Ungarn setzten ihre Fahrt nach einigen Stunden Richtung Westen fort, wobei ihre Reise nach Wien Schwechat, Richtung ungarische Grenze und wieder retour nach Wien zu einer waghalsigen Flucht vor der Polizei nach einem Geschäftseinbruch in Wien-Simmering führte.
Bei diesem Einbruch erbeuteten die Verdächtigen aus einem Ernährungs-Fachgeschäft zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel. Zu dem Zeitpunkt, als sich die Polizeibeamten dem Geschäft zu einer Nachschau näherten, ergriffen die Täter die Flucht, wobei der Lenker des Täterfahrzeuges den Anhaltezeichen der Polizeibeamten zwar vorerst Folge leistete, als sich die Beamten dem Fahrzeug näherten, jedoch plötzlich ausscherte und dabei einen Polizeibeamten streifte. Dieser wurde unbestimmten Grades verletzt.
Die Flucht wurde, obwohl das Fahrzeug über mehrere Randsteine gelenkt und dabei die Felgen und Reifen bereits beschädigt worden waren, mit wesentlich überhöhter Geschwindigkeit durch das Stadtgebiet von Wien fortgesetzt. Im Bereich des Kraftwerkes Freudenau konnte das Fahrzeug schließlich nach wiederholten Versuchen durch die Polizei angehalten und der Lenker festgenommen werden. Dem Beifahrer, dessen Identität vorerst unbekannt war, gelang es in der Dunkelheit durch einen Sprung aus dem Fahrzeug zu entkommen.
Dass der Polizei hier absolute Profis ins Netz gingen beweist die Tatsache, dass die Verdächtigen für den Einbruch nicht länger als zwei Minuten brauchten.
Bei den weiteren Nachforschungen konnten auch der zweite Verdächtige identifiziert und ausgeforscht werden. Dieser wurde aufgrund eines internationalen Haftbefehles in Ungarn festgenommen und nach Österreich ausgeliefert. Er befindet sich mittlerweile bei den österreichischen Justizbehörden in Gewahrsam.
Insgesamt werden den Tatverdächtigen fünf Einbrüche in Juweliergeschäfte in Tirol, Salzburg und Oberösterreich, fünf PKW-Diebstähle in Tirol und Oberösterreich, sowie ein Geschäftseinbruch in Wien mit einem Gesamtschaden von 450.000,- Euro zur Last gelegt.
Lichtbilder vom Tatort in Vöcklabruck und vom Täterfahrzeug; (c) Polizei
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